blog Titelgedanken

.
.
... mit mehr eigener Ruhe und großzügigerer Gelassenheit durch das ganze Jahr gehen.

meine Mitleser im Gras-Geflüster.blog

Montag, 8. April 2013

Bärlauch wohin das Auge reicht

 
Vielleicht erinnert sich noch jemand von euch an diese zwei Beiträge von vor einem Jahr. Am 7. April schrieb ich über den (Link1) Ostermontag in Tschechien und am 2. Mai schrieb über unseren (Link2) Kurzbesuch im Bärlauch Urwald. An diesen beiden Tagen erlebten wir es tatsächlich, Bärlauch soweit das Auge reicht. Damals brachten wir uns aus dem Wald einige Bärlauchpflanzen für die Wiese daheim mit. In die Nachbarschaft des Dorfbaches pflanzten wir die kräftigen Bärlauchzwiebeln in die sehr feuchte Frühlingswiese ein und verbanden damit die Hoffnung, dass sie gut anwachsen mögen. Parallel zu den Pflanzen gaben wir gekauften Bärlauchsamen in die Erde. Auch hierbei legten wir Wert darauf, dass daraus später kleine Gruppen entstehen sollten. Zu unserer Freude erblickten wir gestern auf der kurzgeschorenen, grauen Fläche die ersten Erfolge. Es standen im wunderschönsten Bärlauchgrün ganze Büschelgruppen des köstlichen Blattwerkes in der Wiese. Die Blätter sind teilweise schon 10 cm groß aus dem Boden herausgewachsen. Die vom Samen ausgetriebenen Pflanzen sind wesentlich kleiner im Wuchs. Möglicherweise handelt es sich um eine spätere Sorte, zumal jetzt schon zu errkennen ist, dass deren Blätter wesentlich dunkler sind. Gleich von der Wiese weg wanderten die ersten Blätter in den Mund, mhm - was für ein Wohlgeschmack sich beim Zerkauen der Blätter ausbreitete. Noch viel genüsslicher Genießen wir die Blätter, wenn wir daran denken, was das für eine wertvolle Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze ist.
 

das sind die ersten Blätter des 2012 gepflanzten Bärlauchs, fotografiert am 7. April 2013

 
ein kleiner Teil dieser Blätter verschwand sofort im Mund und etwas später mit dem Mittagessen in unser beider Magen

fast preußisch stehen die ca. 20 Pflanzenbüschel noch in Reih und Glied

 
Ja, es stimmt, fast preußisch gerade stehen die Pflanzen noch in Reih und Glied da. Doch in den nächsten Jahren werden (sollen) die Pflanzen sich ganz wild ausbreiten. Nach der Blütezeit bilden sich aus den kleinen, feinen, weißen Blüten die im 4. Foto schon erkennbaren dunkelgrünen Samenkapseln heraus, die später ausgereift einfach in die Wiese fallend für neue Pflanzen im darauf folgenden Jahr sorgen können.

das Foto habe ich am 20. Mai 2012 aufgenommen, Bärlauch (Allium ursinum) gehört zur Gattung Allium
und ist deshalb mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch verwandt

Wer diese Pflanze bisher noch nicht kannte, sollte sie ruhig einmal ausprobieren. In den nächsten Wochen bieten die Obst- und Gemüsehändler die Blätter in kleinen Sträußchen für wenig Geld an. Der knoblauchartige Geschmack wird die Freunde dieser Knolle überzeugen, zumal der sonst auftretende, nicht jedem gefallende Geruch beim Verzehr des Bärlauchs komplett entfällt. Mehr zum Thema Bärlauch erfahrt ihr über diesen Link von Wikipedia.

Welche Empfehlung kann ich euch zur Verwendung des Bärlauchs in der Küche geben? Etwas fällt mir schon ein. Wie wäre es für die neuen Freunde des guten Geschmacks mit einem Bärlauch-Pesto oder ganz einfach einem Bärlauch-Frischkäse?

Link zum Rezept für Bärlauch-Pesto (Pasta mit Pesto)
Link zum Rezept für Bärlauch-Frischkäse (Bärlauch-Crêpe-Röllchen )



So ganz nebenbei erfuhr ich über den Tag noch, dass die Zwiebelgewächse zum Gemüse des Jahres 2013 gekürt worden sind und so zählt der Bärlauch neben Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch auch dazu.

Kommentare:

Kathrin Müller hat gesagt…

Jetzt war ich eine Weile nicht hier und nun ist bei dir schon der Frühling eingekehrt.
Leuchtende warme Farben erfreuen das Auge und die Seele.
Bei uns Küstenkindern dümpeln noch ein paar Schneereste in der Landschaft, ansonsten aber lässt sich der Frühling sonnenstrahlweise erahnen.
Die Schneeglöckchen und Krokusse haben sich endlich zu ersten Blütenteppichen entfaltet.
Als ich heute in meinem kleinen Hausgärtchen einen Rundgang machte, da habe ich den ersten Marienkäfer entdeckt und auch das erste zarte Grün von meinem Bärlauch. Ein paar tage werde ich bis zur Ernte noch warten müssen, aber ich habe schon den Geschmack von ihm auf der Zunge.

Frühlingshafte Grüsse!
Kathrin

malesawi hat gesagt…

Es lebe der Frühling und eure Bärlauchplantage!
Liebe Grüße!

Smilla hat gesagt…

Offensichtlich richtig wohl fühlen sich diese Bärläuche!! Toll!
Bei mir kommen gerade Erinnerungen an einen Salat, den ich vor der Nachtwache gegessen habe hoch!
Ich hinterliess ûberall eine Duftspur trotz Chlorophyltablettchen und in der 2. Nachthälfte hatte ich zudem zwei Frauen ; )
Peinlich, peinlich kommt mir heute dazu nur in den Sinn!!
♥-liche Grüsse
und bbbbb

Christa J. hat gesagt…

Jetzt musste ich erst mal ein wenig bei dir nachlesen, nachdem meine Enkelkinder seit heute wieder die Schulbank drücken und zu Hause sind. Die Zeit verging einfach mal wieder zu schnell, aber sie kommen ja wieder.

Bärlauch ist schon etwas Feines und ich sammele ihn gerne bei uns im Wald. Man kann ihn so vielfältig einsetzen und im Pesto einfach ein Muss. :-)

Dein Eisbecher ist der Hit. :-)

Liebe Grüße und eine schöne neue Woche wünsche ich dir.
Christa

Robert Geiss hat gesagt…

Bär-ig!

Hier gibt es fast 2Mio Autos und bis man das Kraut essen kann, was hier so wächst, muss man schon eine ganze Weile aus der Stadt sein.

Einen tollen Dienstag euch.

Egbert Büschel hat gesagt…

Dank euch für die lieben Zeilen. Gibt es bei euch ein spezielles Rezept für die Verarbeitung des Bärlauchs oder wandert er dann doch viel eher in einen Salat?